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Die
Wirkung von LSD zeigt sich durch Sinnestäuschungen,
Wahrnehmungsveränderungen unter volligem Realitätsverlust
und Größenwahn, die zu lebensgefährlichen
Handlungen führen können (z. B. das "Fliegen"
von einem Hochhaus, das Anhalten eines fahrenden Zuges).
Der sogenannte "Horrortrip", den LSD auslösen
kann, bringt Angst- und Panikattacken von bis zu 12 Stunden
Dauer mit sich. Eine weitere Gefahr des Halluzinogens ist
der sogenannte "Flashback", eine Art Wiederholungsrausch,
der Tage bis Wochen nach der letzten Einnahme der Droge
auftritt, und zum Beispiel unerwartet zu schweren Verkehrsunfällen
führen kann. Je nach Mischung mit anderen Stoffen (z.
B. Amphetamine) kann ein LSD-Rauschzustand bis zu 70 Stunden
andauern. Der Besitz und die Einnahme von LSD ist illegal.
LSD
(LysergSäureDiäthylamid) wurde zum ersten Mal
1938 von dem Schweizer Chemiker Albert Hofmann isoliert;
erst fünf Jahre später entdeckte er zufällig
dessen psychoaktive Wirkung.
LSD
ist eine farb-, geruch- und geschmacklose Lösung, die
auf verschiedene Trägerstoffe, z.B. auf Löschpapier
(Pappen, Tickets) oder Zuckerwürfel aufgetragen wird
oder in flüssiger Form erhältlich ist.
Weitere Bezeichnungen: Trip, Acid.
Die
wirksame Aufnahme von LSD erfolgt über die Schleimhäute,
es wird meist oral konsumiert. LSD ist ein sehr flüchtiger
Stoff, d.h., bei Luft-, Licht- und Feuchtigkeitskontakt
verlieren die Tickets innerhalb weniger Wochen völlig
an Wirkung.
Auf
einem Trip sind durchschnittlich 80 Mikrogramm (1 Mikrogramm
= 1 Millionstel Gramm) LSD aufgeträufelt. Der Wirkstoffgehalt
einer Konsumeinheit (eine Pappe, ein Tropfen) schwankt zwischen
25 und 250 µg (Mikrogramm) LSD in seltenen
Fällen kann ein Trip auch deutlich mehr LSD enthalten
(um 800 µg). Albert Hofmann hat eine Dosis von 1 µg/kg
Körpergewicht als ausreichend angegeben.
Mikros
sind sehr kleine Tabletten/Pillen (mit z.T. nur 2mm ø).
Sie werden ebenfalls geschluckt. Die psychoaktive Substanz
ist entweder ähnlich wie bei Pillen als gepresstes
Pulver in der Mikro enthalten, wird in flüssiger Form
wie bei Papier (Pappen, Tickets) auf den Trägerstoff
(Mikro) aufgetragen oder haftet als Glasur an der Mikrotablette.
Achtung: Mikros enthalten oft 2C-B und seltener als angenommen
LSD.
Dosierung
(µg:Mikrogramm)
25 bis
50 µg: Schwellendosis, um erste leichte körperliche
und schwache psychische Effekte zu spüren.
50 bis
100 µg: Heute üblicherweise auf Parties eingesetzte
Dosierung mit mittleren körperlichen und psychischen
Effekten.
100
bis 300 µg: Stärkere körperliche und psychische
Effekte
250
µg: Von Albert Hofmann bei seinem ersten Selbstversuch
freiwilligen LSD-Trip eingenommene Dosis
300
bis 500 µg: Äußerst intensives psychedelisches
Erlebnis, Halluzinationen, nur für erfahrene KonsumentInnen
500
bis 1.000 µg: Sehr hohe Dosierung, die bei der psychedelischen
Therapie eingesetzt wird.
(Quelle:
www.drogenkult.net die Dosierungsangaben beziehen
sich auf eine etwa 75 kg schwere Person)
Wirkung
Das Rauscherlebnis ist sehr stark abhängig von Set
(innerer Zustand) und Setting (Umfeld).Außerdem spielen
Dosis, Wirkstoffgehalt sowie Gewöhnungseffekte eine
wichtige Rolle.
Erste
Anzeichen eines Rausches nach ca. 20 min bis 1 h (aber auch
später möglich): mulmiges Gefühl in der Magengegend,
Kribbeln auf der Haut, Schwindelgefühl, innere Unruhe.
Anstieg des Blutdrucks und der Pulsfrequenz, schnellere
Atmung und Anstieg der Körpertemperatur. Der volle
Rausch entfaltet sich nach ca. 12 h.
Wirkspektrum
Töne, Farben, Gefühle werden verändert wahrgenommen,
z.B. intensiver oder synästhetisch (Töne werden
zusätzlich gefühlt, Farben auch geschmeckt etc.).
Gesteigerte
Kreativität und Assoziationsvermögen, lebhafte
Phantasie. Gegenstände können sich optisch verformen
(morphen) und verändern sich in ihrer Größe
sowie ihrer Verortung im Raum (Illusionen). Personen und
Gegenständen aus der vertrauten Umgebung wird eine
neue Bedeutung zugeschrieben.
Man
sieht Dinge und Szenerien, die real nicht existieren. Meist
kann der User einschätzen, dass diese nicht real sind
(Pseudohalluzinationen). Selten sind echte Halluzinationen,
d.h., dass man nicht mehr zwischen Realität und Einbildung
unterscheiden kann. Gefühl, mit allem eins zu sein
(ozeanische Selbstentgrenzung) sowie ein tieferes Verständnis
»von den Dingen«, Ahnung einer »höheren
Wirklichkeit«, »Gefühl allumfassender Liebe«.
Ebenso
möglich: Angstvolle Ich-Auflösung (Bad Trip).
Sie äußert sich u.a. wie folgt: Gefühl,
bedroht zu sein; Angst, nicht mehr runterzukommen; Gefühl,
eine fremdbestimmte Marionette zu sein; verzerrte und verfremdete
Wahrnehmung der Umgebung wird als bedrohlich empfunden.
Weiterhin:
euphorische Grundstimmung, verändertes Zeitempfinden
(alles geht langsamer oder schneller), »man steht
neben sich«. Hoher Wachheitsgrad. Alles wird bewusst
erlebt, hinterher kann man sich oft an jede Einzelheit erinnern.
LSD wird eine »die Seele offenbarende« (psychedelische)
Wirkung zugeschrieben es kann verdrängte oder
unterbewusste (auch negative) Erlebnisse wieder hervorbringen.
Bei
mittlerer Dosis klingt die Wirkung nach 612 h ab,
bei höherer Dosis kann sie bis zu 24 h anhalten.
Das
Runterkommen kann von innerer Unruhe, aber auch von tiefem
Glücksempfinden begleitet sein. Eine ähnlich intensive
Wirkung kann auch bei einer Dosissteigerung
erst nach einigen Tagen Konsumpause wieder erreicht werden.
LSD
ist im Blut bis zu 12 h, im Urin bis zu 3 Tage nachweisbar
allerdings nur mit aufwändigen und teuren Testverfahren.
Kurzzeit- nebenwirkungen
Auftreten können: eingeschränkte Reaktionsfähigkeit,
Schweißausbrüche, Gleichgewichts- und Orientierungsstörungen,
Pupillenerweiterung, Schwindel, Übelkeit (vor allem
beim Einsetzen der Wirkung); nicht kontrollierbare Angstzustände.
Es besteht
Unfallgefahr durch Fehlhandlungen (z.B. Selbstüberschätzung:
Glaube, fliegen oder Züge anhalten zu können oder
Wahrnehmungsverschiebung: Fehleinschätzung von Distanzen
im Straßenverkehr).
Bei
starken Verwirrtheitszuständen und Horrortrips besteht
die Gefahr, sich selbst bzw. andere zu verletzen.
Langzeit- nebenwirkungen
Körperliche Schädigungen sind nach aktuellem Wissensstand
sehr unwahrscheinlich.
Das
Risiko beim Konsum von LSD liegt eindeutig im psychischen
Bereich: Auch bei einmaligem Konsum können latente
(=verborgen vorhandene) psychische Störungen ausgelöst
werden.
Wechselwirkungen mit anderen Drogen
Grundsätzlich: Die Risiken beim Mischkonsum sind höher
als beim Monokonsum; Körper und Psyche werden stärker
belastet. Einzelne Substanzwirkungen können verstärkt
oder geschwächt werden. Es können auch ganz unerwartete
Effekte auftreten, die nicht der Summe der Einzelwirkungen
ensprechen.
Da die
Wirkung der jeweiligen Substanzen zu verschiedenen Zeiten
eintreten und unterschiedlich lange anhalten kann, können
Wechselwirkungen zeitverzögert auftreten.
Es ist
von Vorteil, wenn Du vor dem Mischkonsum bereits Erfahrungen
mit dem Monokonsum dieser Substanzen hast. So kannst Du
Dir eher ein Bild davon machen, wie Körper und Psyche
die jeweilige Wirkung verkraften.
Für
LSD gilt: Mischkonsum bringt nicht viel. Die Kombination
mit einer anderen psychoaktiven Substanz kann nicht nur
ein LSD-Rauscherlebnis stören, sondern auch das Risiko
lebensbedrohlicher Krampfanfälle erhöhen. Wer
dennoch mischen will: Für eine harmonische Gestaltung
des Trips ist die volle Entfaltung der Wirkung des LSDs
abzuwarten. So wird ein schlechter Trip unwahrscheinlicher.
LSD+Cannabis:
günstiges Set und Setting sowie geringe THC-Dosis:
Der Rausch wird sanfter wahrgenommen; innere Heiterkeit.
Hohe, kontinuierliche THC-Zufuhr kann den Trip sehr unangenehm
werden lassen, insbesondere bei ungünstigem Set und
Setting ist das Erleben eines Horrortrips wahrscheinlicher.Bei
entsprechender Veranlagung kann durch den Mischkonsum eventuell
eine latente Psychose eher als beim Monokonsum der beiden
Substanzen ausgelöst werden.
LSD+Ecstasy
(»Candyflipping«): Die Wirkung von Ecstasy wird
verstärkt. Beide Substanzen nacheinander niedrig dosiert:
Rausch verläuft sozialer und euphorischer. Bei hohen
Dosierungen: extreme Serotoninkonzentration im Gehirn; dadurch
Erhöhung der Körpertemperatur, Gefahr von Hitzschlag/Kollaps.
LSD+Speed/Crystal:
Speed/Crystal vor LSD-Konsum: Trip verkürzt sich. Speed/Crystal
nach LSD: kann zu Verlängerung des Trips führen.
LSD überdeckt die Speedwirkung.
LSD+Alkohol:
Du spürst die Wirkung des getrunkenen Alkohols nicht
mehr. Bei Ausklingen des Trips: Risiko einer Alkoholüberdosierung!
LSD+Kokain:
Kokainwirkung wird überdeckt: Überdosierung möglich!
Wird von vielen Usern als unpassende Kombination empfunden.
Safer use
Menschen, die psychisch vorbelastet sind bzw. psychische
Erkrankungen haben, sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen
setzen sich einem besonderen Risiko aus, wenn sie LSD konsumieren.
Unbedingt
vorher Infos dazu einholen und im Zweifelsfall auf den Konsum
verzichten! Auch jungen Menschen raten wir vom LSD-Konsum
ab.
Zur
Dosierung: Berichte erfahrener User weisen darauf hin, dass
eine zu niedrige Dosierung psychisch belastender sein kann
als eine zu hohe.
Dosierst
Du zu niedrig, kannst Du Dich der Wirkung eventuell nicht
ganz hingeben, steckst zwischen Rausch und Realität
fest, was im ungünstigsten Fall zu einem angstauslösenden
Bad Trip führen kann.
Todesfälle
durch LSD-Überdosierung sind uns nicht bekannt.
Ein
paar Stunden vor dem Trip nichts essen. Ein voller Magen
kann verstärkt Übelkeit hervorrufen.
Konsumiere
nicht, wenn Du Angst vor der Wirkung hast. Wir empfehlen
Dir, eine (erfahrene) Person dabei zu haben, die auf Dich
aufpassen und Dir im Fall eines Bad Trips beistehen kann.
Ein
LSD-Trip ist ein einschneidendes Erlebnis. Du bist ihm allerdings
nicht hilflos ausgeliefert, sondern kannst ihn in einem
gewissen Maß beeinflussen. Versuche deshalb Deine
Gedanken vor dem Trip, während dessen und danach auf
Positives zu richten und nicht zu lange über unangenehme
Dinge nachzudenken.
Müdigkeit
ist dabei keine gute Voraussetzung: Bist Du einmal »drauf«,
musst Du viel Input verarbeiten und kannst nicht »aussteigen«,
bevor der Trip vorbei ist. Das kann, wenn Du körperlich
fertig bist, sehr anstrengend für Dich sein.
Es ist
wichtig, einen Trip gut vor- und nachzubereiten und sich
Zeit zu nehmen, die Erfahrungen zu verarbeiten. Gespräche
mit FreundInnen über das Erlebte können sehr hilfreich
sein. Konsumiere erst wieder, wenn Du das Gefühl hast,
den Trip körperlich und seelisch vollständig verarbeitet
zu haben.
Bei
Überdosierung oder Horrortrips: wende Dich an andere
Personen (am besten FreundInnen) und sag ihnen, dass es
Dir nicht gut geht; such eine möglichst ruhige Umgebung
(wenig Licht, Geräusche, Menschen) auf. User berichten
außerdem, dass Getränke mit hohem Vitamin-C-Gehalt
(Orangensaft) helfen.
Sollte
all das nichts nützen und es Dir weiterhin sehr schlecht
gehen, ruf einen Arzt/eine Ärztin (bzw. bitte jemanden
darum) und kläre sie/ihn über Deinen Drogenkonsum
auf denn nur ein Arzt oder eine Ärztin darf
ggf. beruhigende Medikamente verabreichen. Es gibt allerdings
kein spezifisches LSD-Gegenmittel.
Auf
Grund des gestörten Orientierungssinns solltest Du
Tätigkeiten vermeiden, bei denen Du Dich und Andere
in Gefahr bringen kannst: baden gehen, Fahrradfahren, belebte
Straße überqueren, auf Dächer klettern etc.
Wenn Du unbedingt Auto fahren möchtest, dann tu das
lieber ohne Auto :-)
Wirkung bei Frauen
Bei Frauen wirkt die gleiche Dosis auf Grund des oftmals
geringeren Körpergewichts meist stärker als bei
Männern, wodurch möglicherweise auch die Risiken
steigen. Also etwas niedriger dosieren!
Während
der Menstruation lieber auf LSD verzichten, da es starke
Regelschmerzen hervorrufen kann, die einen Trip schnell
unangenehm werden lassen.
Häufiger
Konsum von LSD greift in den Hormonhaushalt ein und kann
ihn durcheinander bringen. Nimmst Du die Anti-Baby-Pille,
ist es also denkbar, dass die empfängnisverhütende
Wirkung der Pille abgeschwächt wird.
Der
Konsum von LSD kann u.a. zu Erbrechen führen. Tritt
diese Nebenwirkung bis zu 4 h nach Einnahme der Pille auf,
gelangt u.U. zu wenig Wirkstoff der Pille in den Blutkreislauf,
so dass eine Schwangerschaft möglich ist.
DESHALB: mit Kondomen oder anderen nicht-hormonellen Verhütungsmitteln
vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen!
Schwangere
sollten kein LSD konsumieren, da das Risiko von Früh-
oder Fehlgeburten besteht. LSD kann vorzeitige Wehen auslösen!
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