| 12 GRÜNDE
FÜR DIE LEGALISIERUNG VON CANNABIS:
1)
Die Verfolgung mehrerer Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland
ist völlig unverhältnissmäßig und hat keinerlei
positive Signalwirkung oder sonstige positive Auswirkungen. Es
führt viel mehr zu einer unnötigen Belastung der Polizei,
des Zolls und des Bundesgrenzschutzes, einem Glaubwürdigkeitsverlust
des Staates u.a. bei Warnungen vor harten Drogen und bringt (durch
Vermischung der Märkte harter und weicher Drogen, mangelnde
Qualitätskontrolle, keine Altersüberprüfung bei
der Abgabe auf dem Schwarzmarkt, unötige Kriminalisierung
der Konsumenten und damit verbundener Arbeitsplatzverlust etc.)
alle deutschen Cannabiskonsumenten unnötig in Gefahr. Angesichts
der Tatsache, dass in den Niederlanden, wo Cannabis de-fakto frei
erhältlich ist, die Zahl der Konsumenten im oder (in Teilbereichen)
sogar unter dem europäischen Durchschnitt liegt, ohne dass
hundertausende harmlose Bürger staatlich verfolgt werden
zeigt, wie sinnlos, ja für die Konsumenten geradezu menschenverachtend
die in Deutschland vorherrschende Prohibitionspolitik ist.
2) Es
ist schlichtweg lächerlich eine jahrtausende alte, auch als
Droge verwendet relativ harmlose Kulturpflanze erwachsenen, verantwortungsbewussten
Bürgern zu "verbieten". Vor allem angesichts der
Tatsache, dass dieses Verbot offensichtlich nicht durchsetzbar
ist.
3)
Konsumenten von Cannabis haben in der Regel kein Schuldbewußtsein
und empfinden sich nicht als strafwürdige, Dritte schädigende
Täter. Die Strafbedrohung und -verfolgung wird daher oft
als ungerechte Reglementierung abgelehnt und ignoriert. Es kann
nicht ausgeschlossen werden, daß die Attraktivität
des Verbotenen zusätzlich eine verführerische Aufforderung
zum Weitermachen mit sich bringt.
4)
Cannabis macht nicht physisch und nur ca. 2% der Konsumenten die
nur Cannabis und keine anderen, harten Drogen konsumieren psychisch
abhängig. Den Problemfällen (die es sicherlich auch
gibt) könnte ohne den Prohibitionsdruck und mit den Mitteln
einer Cannabisbesteuerung wesentlich effizienter geholfen werden.
5)
Es gibt keinen Beweis für den Abbau zerebraler Funktionen
und Intelligenzleistungen selbst durch chronischen Cannabisgebrauch.
Bei Gelegenheitskonsumenten erst recht nicht. Der Hauptwirkstoff
von Cannabis (THC) dockt an körpereigene Anandamidrezeptoren
an und entfaltet so seine Wirkung. Es ist also kein Rausch durch
Betäubung oder Abtötung von "Gehirnzellen".
6)
Während bei Alkohol schon ca. die 5- bis 8-fache Rauschdosis
tödlich wirkt, müsste bei Cannabis für eine letale
Dosis die 1.800fache (!)Menge konsumiert werden, die zum Zustandekommen
eines Rausches benötigt wird. In der Praxis ist dies unmöglich.
Noch nie ist weltweit eine Person an einer Cannabisüberdosierung
verstorben.
7) Cannabis
ist in vielen Bereichen eine hervorragende Medizin die bei einer
Legalisierung von jedem praktisch ohne Aufwand und Kosten gezüchtet
werden könnte. Der Preis syntetischer THC Präperate
hingegen liegt bei mehreren hundert Euro pro 20 Kapseln (Marinol).
8)
Alkohol und Nikotin sind sowohl für den Einzelnen als auch
gesamtgesellschaftlich evident gefährlicher als Cannabisprodukte.
9)
Cannabis ist längst wieder kulturell integriert. Es hat sich
mittlerweile eine sehr große Cannabis(sub)kultur gebildet.
10)
Eine Cannabislegalisierung würde tausende neuer Arbeitsplätze
schaffen und gleichzeitig den deutschen Bauern eine Basis für
ihr wirtschaftliches Überleben liefern, da Cannabis ohne
großen Aufwand anbaubar ist und schon im Grammbereich Preise
von mehreren Euro erzielt.
11)Wird
lediglich der Konsum bzw. Besitz "entkriminalisiert",
Anbau und Handel bleiben jedoch strafbar und damit im kriminellen
Milieu ist eine Trennung der Märkte harter und weicher Drogen
nicht möglich und anstatt des Staates, legalen Verkäufern
und der deutschen Bauern verdient weiterhin die organisierte Kriminalität
am Cannabishandel.
12)
Die Kriminalisierung Anfang des 20. Jahrhunderst erfolgte nicht
aus gesundheitlichen, sondern vor allem wirtschaftlichen Interessen.
Die Cannabisfaser sollte als Konkurrent der neu entdeckten Kunstfaser
ausgeschaltet werden. Noch immer ist deshalb der Anbau auch THC-losen
Hanfs in den USA verboten.
|